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Tokajer (Wein)

Für die Qualität des Tokajers, den König der Weine aus Ungarn, ist das Zusammenspiel zwischen Bodenbeschaffenheit, Klima, Rebsorte, Weinherstellung und Kellerbehandlung. Die Rebsorten, die auf dem vor dem kalten Nordwind geschützten vulkanischen Boden mit Löss- und Sandauflage angebaut werden sind Furmint (ca. 70 %), Lindenblättriger (20 – 25 %) und Oremus, die alle spät reifen. Dadurch profitieren die Weintrauben nicht nur von den trockenen, heißen Sommern, sondern auch von den langen, warmen und nebelreichen Herbsten, die dem Edelfäulepilz ideale Wachstumsbedingungen liefern.
Durch eine ideale Luftfeuchtigkeit und eine gleich bleibende Temperatur von 10 bis 12 Grad Celsius zeichnen sich die Weinkeller der Region aus. Mit einem Schimmelpilz sind die Wände der Weinkeller bedeckt, der sich vom Alkohol ernährt, der aus den Weinfässern verdunstet. Aufgrund des Schimmelpilzes entsteht ein Mikroklima, dem die Tokajer Weine ihr einzigartiges Aroma verdanken.
Edelfaule Trauben, bei denen die Sporen des Schimmelpilzes bewirken, dass das Wasser der Trauben verdunstet, werden gekeltert. Dabei nimmt der Säuregehalt ab und der Zuckergehalt steigt bis zu 70 % an.