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Szombathely 

Eine Stadt in Westungarn in der Nähe der Grenze zu Österreich ist Szombathely. Auch ist Szombathely der Komitatssitz des Komitats Vas. Die Stadt hat auf einer Fläche von 9.752 ha ca. 80.000 Einwohner.


Geschichte


Im Jahre 43 nach Christus wurde Szombathely als „Colonia Claudia Savaria“ von den Römern gegründet und hieß später Sabaria. Dabei handelte es sich um die älteste römische Stadtgründung auf dem heutigen ungarischen Staatsgebiet. In der Provinz Pannonien war die Stadt ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und wurde von verschiedenen Kaisern mehrfach besucht. Im Rahmen der Christenverfolgung Quirinus, wurde im Jahr 303 der Bischof von Siscia hier hingerichtet. Der heilige Martin von Tours wurde 316/317 in Sabaria (Szombathely) geboren.
Von ihren Bewohnern wurde die Stadt Szombathely im 5. Jahrhundert nach und nach verlassen, die in sicherere Regionen des römischen Reichs zogen. Weiters wurde die Stadt am 7. September 456 durch ein Erdbeben stark zerstört.
Der „Stein am Anger“, wie die Stadt früher in der deutschen Sprache bezeichnet wurde, gehörte ab dem 13. Jahrhundert den Bischöfen von Györ. Das Stadtrecht erhielt Szombathely im Jahre 1407. Zum Komitatssitz stieg die Stadt Ende des 16. Jahrhunderts auf.
Eine Tradition aus den 1960er Jahren wurde im Jahr 2000 in Szombathely wieder belebt – der historische Karneval, der in der Regel am vorletzten Wochenende im August stattfindet. Mittlerweile hat sich diese Veranstaltung als eine touristische Attraktion weit über die Grenzen Ungarns hinaus einen Namen gemacht.


Verkehr


Szombathely ist auch noch im 21. Jahrhundert ein Verkehrsknotenpunkt, an dem neun verschiedenen Eisenbahnlinien zusammentreffen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die direkte Eisenbahnverbindung über die Pinkatalbahn in den österreichischen Bezirksort Oberwart unterbrochen. Auf der österreichischen Seite bei Großpetersdorf nahe der Staatsgrenze ist der Wiederaufbau wieder im Gange und wird seitens Österreich bis Szombathely angestrebt. Für den grenzüberschreitenden Abschnitt sind konkrete Vereinbarungen oder Planungen allerdings noch nicht erfolgt. Mit der steirischen Landeshauptstadt Graz wird Szombathely durch die steirische Ostbahn (oder ungarische Westbahn) verbunden.
Eine Stadt nach mitteleuropäischem Standard ist Szombathely heute. Dies schlägt sich auch auf die Preise nieder. Im Bereich Elektronik, Automotiv, Holz und Bekleidung gibt es viel Industrie. Für die Landwirtschaft wird viel Land um Szombathely genutzt, die Anbauflächen ziehen sich kilometerweit in alle vier Windrichtungen. An die Nachwirkungen des Kommunismus erinnert heute nur noch wenig. Szombathely hat mittlerweile einige europäische Supermärkte und weitere Geschäfte. Sie gilt als Industrie- und Gewerbestadt mit schönen Wohn- und Einkaufsmöglichkeiten. Vor allem für den Zahnarzttourismus ist die Stadt heute bekannt. Seit Jahren kommen viele Österreicher, Deutsche und auch Schweizer nach Szombathely, um von den gut ausgebildeten Zahnärzten zu profitieren und die wesentlich billigeren Leistungen in Anspruch zu nehmen.
Das große Problem in Szombathely ist das Lohnniveau, das 2005 etwa 20 % eines durchschnittlichen EU-Bürgers betrug. Preise für Lebensmittel, Kleidung usw. haben allerdings schon EU – Niveau angenommen