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Sopron 

Eine Stadt im Westen von Ungarn, südwestlich des Neusiedler Sees ist Sopron (deutsch Ödenburg). Wie ein Sporn in österreichisches Staatsgebiet ist das Stadtgebiet von Sopron. Es ist auch Korridorstrecke für das österreichische Eisenbahnnetz. Etwa 55.000 Einwohner hat Sopron und liegt im Komitat Györ-Moson-Sopron.
Über eine beträchtliche deutschsprachige Minderheit verfügt Sopron und ist auch offiziell zweisprachig. Etwa 60 Kilometer von Wien und 220 Kilometer von Budapest ist die Stadt entfernt. Sopron bildet eine Brücke zwischen Ungarn und seinen westlichen Nachbarn und ist eine der ältesten Städte von Ungarn. Weiteres ist Sopron mit der im Jahre 1735 gegründeten Westungarischen Universität eine Universitätsstadt.


Geschichte


Bereits von den Illyrern und den Kelten, die hier den Weinbau einführten, wurde das Gebiet von Sopron besiedelt. In der „archäologischen Welt“ wurde der Ort durch die international bedeutenden Darstellungen auf Urnen in einem Friedhof bekannt. Die Siedlung Scarabantia wurde von den Römern an der Stelle des heutigen Sopron gegründet. Diese Siedlung war ein Handelsplatz an der Bernsteinstraße. In späterer Zeit bildeten die Erdwälle der römischen Siedlung die Grundlage für die mittelalterlichen Stadtmauern, an der Stelle des römischen Forums liegt heute der Hauptplatz der Stadt Sopron.
Von den ungarischen Stämmen wurde die Stadt neu besiedelt, nachdem sie in der Zeit der Völkerwanderung verwaiste.
Als Hauptstadt des Burgenlandes war Sopron nach dem Ersten Weltkrieg vorgesehen und wäre bei weitem seine größte Stadt geworden. Allerdings wurde in einer Volksabstimmung in Ungarn dagegen entschieden.
Ansässige deutschsprachige Soproner wurden nach dem Zweiten Weltkrieg vertrieben. In Form eines Schreibens, in dem stand, dass man sich freuen solle, vom „Vaterland“ ins „Mutterland“ zu kommen, wurde die Vertreibung angekündigt. Das Hab und Gut wurde daraufhin von den Ungarn geplündert.
Als ein aufstrebender Wirtschaftsstandort in Westungarn, der wirtschaftlich schon längst mit dem Nachbarland Österreich verbunden ist, gilt Sopron heutzutage. Die Stadt war in den 1990er Jahren ein attraktives Einkaufsziel für die Bewohner des Ballungsraumes Wien. Der Kosename Shop-ron stammt aus dieser Zeit.


Sehenswürdigkeiten


Der Feuerturm ist das Wahrzeichen von Sopron. Zum Gedenken an die Volksabstimmung von 1921 wurde an der Südseite des Feuerturms das „Treuetor“ errichtet. Im Jahre 1896 wurde das Rathaus, wie der Heldenplatz in Budapest, anlässlich des ungarischen Millenniums erbaut, das gegenüber stehende Stornó-Haus beherbergt eine bedeutende Sammlung. Im 17. Jahrhundert fanden in der Geißkriche Krönungen und Landtage statt. Im barocken Stil wurde die Dreifaltigkeitssäule errichtet, ein weiteres Baudenkmal bildet die Ursulinenkirche, die in neugotischem Stil erbaut wurde.
Die schwefelwasserstoffhaltigen Heilquellen im Stadtteil Balf waren schon den Römern ein Begriff. Es entstand hier ein Heilbad, welches Bewegungs-, Wannen-, Kohlensäure- und Unterwassertraktionsbäder sowie Unterwasserstrahlmassagen, Heilgymnastik, Elektrotherapie und Kneipp-Behandlungen anbietet. Hier können orthopädische und neurologische Krankheitserscheinungen behandelt werden.