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Györ

Im westlichen Pannonien, der kleinen ungarischen Tiefebene, liegt die Stadt Györ.
Auf dem Gebiet der Stadt Györ, befand sich in der Antike die römische Siedlung Arrabona. Der Name „Raab“ leitet sich von Arrabona ab. Im 10. Jahrhundert wurden Bistum und Burggrafschaft gegründet, das Stadtrecht folgte 1271. Während der Türkenkriege war Raab ein letzter Vorposten vor Wien und hatte daher unschätzbare militärische Bedeutung. Nach Plänen der italienischen Baumeister Pietro und Bernardo Gaballio wurde die Stadt zur Festung ausgebaut. Auch Fragmente des Wiener Tores (Bécsikapu) sind im Lapidarum von Györ, ein triumphbogenartiges Renaissanceportal, aufbewahrt, die Kaiserkrone, das königlich ungarische Wappen, allesamt aus dem harten, weißen Kaiserstein und Kaisersteinbruch.
Unter der Obhut von Hermes Schallauzer wurde die Befestigung der Stadt Györ im Jahre 1564 vollendet. Im Jahre 1683 wurde die osmanische Armee zurückgeschlagen. Seit dieser Zeit erblüht die Stadt und entwickelte im 19. Jahrhundert eine Textil- und Maschinenbauindustrie, die bis heute wichtig ist.
Der Aufbau der Stadt Györ gestaltete sich aufgrund des Eisernen Vorhangs nach dem Zweiten Weltkrieg sehr schwierig. Heute hat Györ allerdings 130.000 Einwohner und 3 Hochschulen. Weiters ist Györ Komitatssitz des Komitats Györ-Moson-Sopron. Fast im Schwerpunkt des Städtedreiecks Wien – Budapest – Bratislava liegt Györ seit der Öffnung der Grenzen.
Das Rathaus, die barocke Altstadt, das Nationaltheater, der Richterterem – Konzertsaal, das Altabak – Haus, die Karmeliter – Kirche und die St. Ignatiuskirche (Jesuitenkirche) sind wichtige Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die St. Ignatiuskirche wurde 1636 nach der Wiener Norm zu bauen begonnen. Bartholomäus della Torre war der Baumeister dieser Kirche.
Weiters gibt es in Györ ein Raba-Quelle Termal- und Erlebnisbad.