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Veszprém 

Eine der ältesten ungarischen Städte ist Veszprém. Veszprém war neben Székesfehérvar eine der bedeutendsten Städte Ungarns im Mittelalter. Die Stadt hat über 60.000 Einwohner und ist der Komitatssitz des Komitats Veszprém. Aufgrund seines attraktiven Stadtbilds und der Nähe des Plattensees ist Veszprém ein beliebtes Fremdenverkehrszentrum sowie eine bedeutende Universitätsstadt.
Nördlich des Balatons / Plattensee auf Hügeln und in Tälern, die den Bach Séd umgeben, befindet sich Veszprém. Nach der Überlieferung wurde die Stadt auf fünf Bergen erbaut: Várhegy (Burgberg), Jeruzsálemhegy (Jerusalemberg), Temetöhegy (Friedhofberg), Kálvária-hegy (Kreuzwegberg und Cserhát.
Am Schnittpunkt dreier ungarischer Landschaft liegt die Stadt: Sie grenzt im Norden an den Bakonywald, im Süden an das Plattensee-Hochland und im Osten an die Große Ungarische Tiefebene. Die Entwicklung von Veszprém wird durch diese zentrale Lage in großem Maße gefördert.


Geschichte


Schon im 5. Jahrtausend vor Christus gab es auf dem Gebiet eine neolithische Siedlung, deren Freilegung vor kurzem beendet wurde.
Eines der ältesten Bistümer Ungarns wurde im Jahr 1009 von Fürst Géza gegründet. Die älteste bischöfliche Kathedrale Ungarns ist der Sankt-Michael-Dom.
Über die Jahrhunderte wurde die Stadt von den Bischöfen von Veszprém zu einer Festung ausgebaut. Durch das Heer des Palatins Péter Csák wurde die Stadt im Jahre 1276 und durch einen Brand im Jahre 1380 zerstört. Jedoch wurde sie wieder aufgebaut. Die Türken eroberten 1552 die Stadt Veszprém und plünderten und mordeten darin. Danach verlor die Stadt ihre Bedeutung.
Mit ihren fünf Fakultäten (Philosophische, Ingenieurwissenschaftliche, Wirtschaftswissenschaftliche, Landwirtschaftswissenschaftliche und Informatik) gilt die Pannonische Universität Veszprém zusammen mit der Akademie-Filiale Veszprém als das akademische Zentrum Mittel-, Nord- und Westtransdanubiens.


Sehenswertes


Im Burgviertel gibt es den Sankt-Michael-Dom, die Sankt-Stephans-Kirche (im Jahre 1730 im Barock errichtet), das Erzbischöfliche Palais, die Gisela Kapelle, die Dreifaltigkeitssäule und den Feuerturm zu sehen. Außerhalb des Burgviertels findet man das Dezsö-Laczkó-Museum, das Bakonyer Haus, das Petöfi – Theater, den Altstadtplatz, den Theatergarten und einen deutschen Soldatenfriedhof.